Bürgerstiftung Garbsen

Die Gewinner des Schreibwettbewerbs

Schreiben

Die Gewinner stehen fest:

1. Platz: Finja-Chiara Mühlenbrink
2. Platz: Hannah Bierkamp
3. Platz: Manuel Garcia Benito

Im Folgenden lesen Sie die drei eingereichten Texte:

Mein magischer Ort

In Osterwald gibt es einen ganz besonderen Ort, mit dem ich sehr viele schöne Erinnerungen verbinde. Als ich klein war, so ungefähr vier, ist mein Opa mit mir auf dem Fahrrad immer durch die Feldmark gefahren. Wir wollten neue Orte erkunden. Irgendwann sind wir an einem großen Tor vorbei gekommen. Ich wollte unbedingt wissen, was sich dort hinter versteckt, also sind wir durch das Tor gegangen. Mein Opa sagte mir, dass es in Ordnung sei, wenn wir hier wären, da er die Besitzer gut kenne.
Als wir das Tor öffneten und hinein gingen, standen wir auf einer großen Wiese voller Blumen. Überall summten Bienen, flogen Schmetterlingen und viele andere tolle Tiere. Es war sofort klar, dass dieser Ort unser geheimer Ort werden würde. Ein Ort, zu dem wir immer hinfahren könnten, wenn wir Lust dazu hätten und von dem niemand sonst weiß. Auch Oma wusste nur, dass es ein besonderer Ort sei und sich irgendwo in der Feldmark befände. Immer wenn Opa und ich Zeit dazu hatten, sind wir an unseren geheimen Ort gefahren.
Nach einer guten halben Stunde mit dem Fahrrad sah ich die Wiese mit ihren Blumen. Es summte überall. Dieser Anblick machte mich immer sofort glücklich. An diesem Ort gab es so viel zu erleben und jedes Mal etwas Neues zu entdecken. Man musste nicht weit gehen, da wurde das Summen immer lauter. Ich folgte dem Geräusch und kam zu einer Menge Bienenkästen. Anfangs hatte ich Angst, aber Opa erklärte mir, dass es friedliche Tiere seien. Die stechen nur, wenn sie angegriffen werden oder sich bedroht fühlen. Wenn ich den Bienen nichts täte, würden sie mich in Ruhe lassen. Und so war es. Opa erzählte mir, dass unser Honig, den wir jeden Morgen zum Frühstück aßen, von diesen Bienen käme.
Wir gingen weiter und kamen zu einer weinroten Bank. Dort setzten wir uns, nachdem wir die Bienen besucht hatten. Von dort aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf viele Teiche. Immer wenn Opa und ich einen Ausflug machten, packte uns Oma leckere Schnitten mit meinem Lieblings-Camembert und zwei Flaschen Apfelschorle ein. Auf der Bank genossen wir unsere Schnitten und unterhielten uns über alles Mögliche. Dann gingen wir weiter zu den Teichen.
Um jeden Teich war eine Menge Schilf gewachsen. Hier saßen überall Frösche, quakten und sprangen aufgeregt ins Wasser. Ich musste mich erst einmal durch das Schilf kämpfen, um ans Wasser zu kommen. Man musste aufpassen, dass man bei so viel Schilf nicht ins Wasser fiel. Als ich endlich am Wasser war, konnte ich die vielen bunten Fische und Frösche beobachten. Wenn man einen genauen Blick auf die Wasseroberfläche warf, sah man viele Libellen in den unterschiedlichsten Farben, in kleinen und großen Ausführungen, und manche waren einfach nur normal.
Nachdem wir bei jedem der acht Teiche waren, um die Tiere zu beobachten, gingen wir wieder zurück zu unserer weinroten Bank. Meistens setzten wir uns dann noch kurz und tranken einen Schluck von der Apfelschorle. Unser Durst war gestillt, und so gingen wir rechts weiter in einen kleinen Waldabschnitt. Im Herbst haben wir dort immer Tannenzapfen, Kastanien und Eicheln gesammelt. Daraus bastelten wir Zuhause kleine Figuren. Manchmal sammelten wir auch bunte Blätter, die von den Bäumen gefallen waren, und nahmen sie im Rucksack mit. Daraus habe ich Bilder gestempelt, die wir dann in Omas Küche an die Wand hingen.
Etwas weiter kamen wir zu einer kleinen Hütte, die auch in diesem Waldabschnitt stand, aber wir sind nie hineingegangen. Wir bauten lieber unser eigenes kleines Versteck aus Ästen, Stöckern und Blättern. Unser Versteck war nicht groß, aber wir konnten wenigstens hineinkriechen. Nach einem langen aufregenden schönen Tag und unseren gesammelten Dingen, gingen wir zurück zu unseren Fahrrädern und fuhren zu Oma nach Hause.
Das Geheimnis um diesen magischen Ort ist bis heute erhalten geblieben. Niemand, außer meinem Opa und mir, wissen, wo er sich befindet. Irgendwo in der Feldmark in Osterwald.

Finja-Chiara Mühlenbrink

Garbsen, meine Stadt

Garbsen wird diese Stadt genannt,
allen bekannt, in unserem Land.
Egal ob groß oder klein,
wir sind Garbsener Bürger, wir sind nicht alleine.

Transportwege, wie beispielsweise die Leine, die A2 oder den Mittellandkanal, gibt es in Garbsen eigentlich genug,
Bus, Bahn, Flugzeug, was bloß für das CO2-Problem fehlt, der Zug.
Wir dürfen die endliche Natur nicht aus den Augen verlieren,
Sie ist für unsere Nachkommen deren Zukunft, wir wollen doch eigentlich erwachsen sein, aber da fehlen uns bereits die Manieren.

Universitätsstadt dürfen wir uns als bereits 63.000 Einwohner große Stadt nennen,
damit schlägt Hannover sich unter den Top 20 deutschlandweit das Rennen.
Bloß haben wir für die ärmeren & jüngeren keinen bezahlbaren Wohnraum zu bieten,
es sind einfach viel zu hohe Mieten.

In Garbsen wird gerockt,
von Bluse über Pop,
in Bands oder als Tanz,
laut der NDR-Wette, jeder kanns.
Im Café Kalle, Horster Harlekin oder im Heitlinger Gut ein buntes Programm,
für alle, für jeden, für jedermann.

Langsam baut sich auch ein Tourismus-Zweig auf,
Von Alpakas, den vielfältigen Lokalitäten, den Löhnsstein hinauf.
Im Heimatmuseum wird die Geschichte dieser einzigartigen Stadt einem näher gebracht,
bei so manch einem vergangenen Gegenstand wird dann auch mal humorvoll gelacht.

Die vielen schönen Kirchen, die Ihre faszinierende Besonderheit sofort einem zeigen,
sollte man bei einem Besuch der, auch als “Schlafstadt‘‘ bezeichneten Stadt, nicht verweigern.
Stein auf Stein,
das müssen die Worte unserer vier Weltmeister im Dominospielen sein.

In Horst fing die Stadt Geschichte an,
erstaunlich, was über die Jahre alles so passieren kann.
Gemahlen das alltägliche Brot in der Horster Mühle,
dort wurde geknechtet, gelebt, diverse Gefühle.

In Heitlingen riecht man noch den typisch ländlichen Duft,
jeder kennt jeden, hilfsbereitschaftliche Luft.
Von Kindergarten, Friedhof, Feuerwehr,
was will man in so einem kleinen Dorf dann noch dringend mehr?

1982 im Garbsener Wald der tragische Flugzeugabsturz,
da war die Landebahn eindeutig zu kurz.

Problemviertel Stadtteil Auf der Horst wird es genannt,
die schlimmen Brände sind uns allen noch stets bekannt.
Man behauptet viel, man glaubt auch viel,
doch durch Dinge, wie den Frauentreff, Jugend stärken im Quartier oder dem Freizeitheim merkt man, dieser Stadtteil ist doch eigentlich ganz stabil.

Was auch Berenbostel alles so zu bieten hat,
dies erfährt man am besten durch eine Erkundungstour mit dem Rad,
Begonnen im Werner-Baesmann-Park,
und endet mit einem Eis, so wie ich es persönlich am liebsten mag.

Im alten Dorfe das Kriegsdenkmal,
Wer da wohl schon alles fahl.
Der TSV schaffte eine nationale Bekanntheit,
da entstand bei manch so einem durchaus ein gewisser Neid.

The busstopp Entenpool,
sounds a bit crazy, it is very cool!
Jeder im Dorfe kennt die Brüder Brüsewitz,
Schere, Flanke, Prinzensitz.

Auch der Stadtteil Frielingen hat seinen eigenen Charme,
angezogen von den Siedlern, die damals und heute steigend kamen.
Eingegliedert 1974 im März,
Freude war relativ, es war bloß kein Scherz.

Zusammen kommen alle in Garbsen Mitte,
da ist unteranderem das Stadtfest eine alle zwei jährliche Sitte,
Rathaus, Kino, Shopping Plaza und Co.
Das gibt es in Garbsen sonst nirgends wo.

Das “Hagenhufen‘‘ Dorf, der Koppelknechte,
ist mit Ober- & Unterende unterteilt in zwei dorfgemeinschaftliche Mächte.
Es trägt den Titel mit knapp über 9 km Länge, zweit-längstes Straßendorf des Landes,
dies ist wohl ein eindeutiges Indiz des Wohlstandes.

In Alt-Garbsen wird die Aussage ‘‘jeden für jeden“ hochgeschrieben,
kein Wunder, die meisten sind dort ja auch geblieben.
Dem Osterberge, einem der vielen steinzeitlichen Dünen,
sollte man auf keinen Fall rühmen.

Das Haus der Ruhe kennen die meisten,
was viele aber nicht wissen, wie viele im Mittelalter dorthin reisten.
Als einziges Angerdorfe weit und breit,
ist dies für Garbsen eine große Besonderheit.

Egal ob Judentum, Islam oder Christentum,
wir sind Garbsener Bürger, wir gehören zusammen!
Für Gewalt ist in Garbsen auf gar keinen Falle Platz,
dies ist keine stumpfe Aussage, dies ist die oberste Priorität, für ein gemeinsames Miteinander der wichtigste Satz!
Bitte, gerne, Dankeschön,
ich würde sagen, auf Wiedersehen!

Hannah Bierkamp

Mein lieb Garbsen

Unstoppable

Bescheiden im Werden
besonnen im Sein,
oh du mein lieb Garbsen
jung Stadt an der Lein.

Dreizehn Perl im Reigen
sie funkeln recht fein,
zusammen im Bunde
erst güldener Schein.

Buenos dias senorita
merhaba Mustafa,
spasiva Anatolij
grüss Dich Kalle, alles klar?

Integration of the nation
is a challenge, oh la la,
all together future schaffen
is much cooler, chachacha!

Im Norden die Moore
feucht Auen und die Mark,
im Süden zwei Flüsse
aus Lehm und aus Stahl.

Hannover gen Osten
lieb Stadt wirst bald sehn,
am Schlosse die Sonne
bald sanft untergehen.

IGS und neue Mitte,
Uni, Bäder, Feuerwehr,
haben uns viel vorgenommen
recht viel Steuern müssen her.

Kühler Kopf und heißes Herz
Menge Geld und Sachverstand,
Stadtrat möge weise handeln
Garbsens Zukunft in der Hand.

Feuchtfelder beackert
Tonschatz abgebaut
gebrannt viele Ziegel
Zukunft aufgebaut.

Ein Dörflein auf Hügeln
nebst Seen und dem Moor,
nach bald tausend Jahre
als Stadt noch viel vor.

Manuel Garcia Benito